Domplatz 1 | 2700 Wiener Neustadt

BEGEGNUNG.

BILDUNG.

STILLE.

Do. 26.03.2026  |  Bildungszentrum St. Bernhard  |  W26-G30021

Kultur der Begegnung

Wie leben wir in einer vielfältigen Gesellschaft gut zusammen?

Ernst Fürlinger
2700 Wiener Neustadt, Domplatz 1, Bildungszentrum St. Bernhard
Kosten: Freie Spende erbeten
Do. 26.03.2026, 19:00 - 20:30 Uhr

Was sind Haltungen und Kompetenzen, die für ein gedeihliches, konstruktives Zusammenleben in der religiös und weltanschaulich vielfältigen Gesellschaft wichtig sind?

Was sind Haltungen und Kompetenzen, die für ein gedeihliches, konstruktives Zusammenleben in der religiös und weltanschaulich vielfältigen Gesellschaft wichtig sind? Der Vortrag stützt sich auf Überlegungen und Einsichten eines erfahrenen Praktikers des interreligiösen Dialogs: Lange bevor er Papst wurde, engagierte sich Franziskus/ Jorge Bergoglio für gute Beziehungen zwischen Juden, Muslimen und Christen in Buenos Aires, rund um den Leitbegriff „Kultur der Begegnung“. Deren Grundelemente aus seiner Sicht werden in Beziehung gesetzt mit sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen, die diese stützen. Der Vortrag stellt damit eine Orientierung für die Praxis des alltäglichen „Dialog des Lebens“ in einer multireligiösen Stadt wie Wiener Neustadt zur Diskussion.


Im Anschluss daran wird das Thema anhand der israelisch-palästinensischen Beziehungen diskutiert, aus der Perspektive der Friedensinitiative „Standing Together Vienna“ (Englisch, mit Übersetzung).

  • Dr. Ruth Katz, Musikerin und Pädagogin. Geboren und aufgewachsen in Westjerusalem. Seit meinem Umzug nach Wien vor vier Jahren bin ich Mitglied des One State Embassy Art Collective, das unmittelbar nach dem 7. Oktober die Initiative „Standing Together Vienna“ ins Leben gerufen hat. Seit den 70er Jahren engagiere ich mich als Aktivistin für Frieden und Menschenrechte. Ich bin davon überzeugt, dass der Dialog der faire und richtige Weg ist, um gerechte Lösungen für Konflikte zu finden.
  • Fatima El Shebiny ist eine ägyptisch-österreichische Friedenspädagogin, Aktivistin und ausgebildete Biochemikerin mit Wohnsitz in Wien. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende von „Shalom and Salam – Scenes of Peace“, einer Initiative, die jüdische, muslimische und junge Menschen unterschiedlicher Herkunft durch theaterbasierte Workshops in österreichischen Schulen und Gemeinden in einen Dialog bringt.

Sie engagiert sich intensiv in der interkulturellen und interreligiösen Arbeit, ist in Initiativen wie „Standing Together Vienna“ aktiv und trägt zu breiteren Bemühungen zur Förderung von sozialer Gerechtigkeit, Antirassismus und friedlichem Zusammenleben bei. Ihre Arbeit verbindet pädagogische Praxis, Basisaktivismus und internationales Engagement, insbesondere in Kontexten, die von Konflikten und Vertreibung geprägt sind.

Durch ihre Projekte und ihre öffentlichen Vorträge setzt sie sich für eine „Kultur der Begegnung“ ein, die auf Empathie, kritischer Reflexion und gemeinsamer Menschlichkeit basiert – sie überbrückt Gräben und schafft Räume, in denen schwierige Gespräche zu echtem Verständnis führen können.

  • Ernst Fürlinger, kath. Theologe und Religionswissenschaftler, seit 1986 aktiv im Bereich interreligiöse Bildung, u.a. Aufbau des Lehrgangs „Weltreligionen“ in den 1990er Jahren im Bildungshaus St. Virgil; Masterlehrgang „Interreligiöser Dialog. Begegnung von Juden, Christen und Muslimen“ an der Donau-Uni Krems. Autor des Buchs „Handwerker der Hoffnung. Papst Franziskus und der interreligiöse Dialog“.
Der Gesprächsabend wird in Kooperation mit dem Interreligiösen Forum Wiener Neustadt durchgeführt.

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