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Eindrücke & Video-Doku SOL-Symposium 2026

© Peter Maurer

Zukunftsstrategie Anpassung

Das heurige SOL-Symposium hat mich auf vielfältige Weise beeindruckt, wachgerückelt, schockiert - aber auch mit Zuversicht erfüllt. Mein wichtigstes Resümee lautet: Anpassung ist eine zentrale Zukunftsstrategie.

Lebensqualität neu gedacht

Es geht um den eigenen Lebensstil, bei dem weniger durchaus mehr Genuss und Lebensqualität bedeuten kann. Es betrifft eine Wirtschaft, die lernen muss, auch ohne weiteres Wachstum auf hohem Niveau stabil zu bleiben. Und es betrifft unseren Umgang mit der Klimaveränderung, deren Folgen wir nicht mehr vollständig verhindern können, auf die wir uns aber vorausschauend und entschlossen einstellen müssen.

Ich freue mich sehr, dass das SOL-Symposium 2026 bereits zum zweiten Mal bei uns im Bildungszentrum St. Bernhard stattfinden konnte. Unter dem Thema „Wirtschaft – Wohlstand – Klima“ wurde deutlich, wie dringlich die Fragen unserer Zeit sind: Was bedeutet Wohlstand? Wie kann ein gutes Leben für alle gelingen? Und wie kommen wir vom Wissen ins Handeln? 

Besonders schön war für mich, dass dieses Symposium nicht nur von den Beiträgen hochkarätiger Referentinnen und Referenten gelebt hat. Ebenso wichtig war der intensive Austausch mit den sehr interessierten Teilnehmenden – in den Gesprächen, in den Arbeitskreisen und auch in den Pausen. Da war spürbar, dass viele Menschen nicht nur über Zukunft nachdenken, sondern sie auch mitgestalten wollen. 

Wir haben das Symposium gerne unterstützt, weil die Werte und Ziele von SOL sehr gut zu dem passen, wofür auch das Bildungszentrum St. Bernhard steht: Solidarität, ökologische Verantwortung und die Suche nach einem Lebensstil, der ein gutes Leben für alle ermöglicht.  

Ich bedanke mich herzlich für die gute Zusammenarbeit und freue mich auf weitere gemeinsame Projekte 

Peter Maurer,  
Direktor Bildungszentrum St. Bernhard 

Video-Mitschnitt der Keynotes

Hier finden Sie die Videoaufzeichnungen aller vier Referate des Symposiums, das am 18. und 19. Juni 2026 im Bildungszentrum St. Bernhard stattgefunden hat.

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Wirtschaftskrise? Wirklich?

Am Beginn des Symposiums sichtete Judith Denrdorfer in ihrem Referat die relevanten Fakten:

Derzeit ist das Wirtschaftswachstum, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), bei uns nahe Null. Was misst das BIP überhaupt und eignet sich der Indikator zur Messung des Wohlstands?
Werden die Armen ärmer und die Reichen reicher?
In Teilen der Mittelschicht gibt es Abstiegsängste. Gibt es dafür reale Gründe? Was sind die politischen Konsequenzen von steigender ökonomischer Unsicherheit?

Judith Derndorfer ist Ökonomin und arbeitet als Referentin für Verteilungsfragen und Feministischer Ökonomie in der Abteilung Wirtschaftswissenschaften und Statistik der AK Wien

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Was macht ein „gutes Leben“ aus?

Hans Holzinger fokussierte im zweiten Referat auf verschiedene Facetten von Wohlbefinden und Wohlstand:

Wie hängt eigentlich das BIP und sein Wachstum oder Nicht-mehr-Wachstum mit persönlichem Wohlbefinden zusammen? Gibt es nicht neben dem materiellen Wohlstand auch den Beziehungswohlstand, den Zeitwohlstand, den Demokratiewohlstand usw.?
Wäre es nicht lohnend, Lebensstile für ein „gutes Leben für alle“ zu finden, die unseren „wirklichen“ Wohlstand steigern, ohne dass wir immer mehr produzieren und konsumieren müssen und damit unsere Lebensgrundlagen zerstören? Oft produzieren wir sogar das Falsche (Angriffswaffen, Gasheizungen, Verbrennerautos, kurzlebige Produkte, …)Stimmen, die das vorschlagen, werden immer lauter. Gegen die dröhnende Lautstärke der Werbung, die uns zum „Immer mehr kaufen“ verführen will, kommen sie jedoch noch nicht an. Auch über die Mechanismen der Werbung wollen wir daher sprechen.

Hans Holzinger ist  Wirtschafts- und Sozialgeograph, Senior Adviser der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen und Autor mehrerer Bücher.

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Klimakommunikation:

Ilona Otto referierte über Desinformation, Manipulation und die Rolle von Emotionen und Narrativen in der Klimakommunikation

Die Wissenschaft ist sich einig: Der rasche Klimawandel ist menschengemacht. Dennoch säen Teile der Industrie und Politik bewusst Zweifel daran. Das verhindert wirksame Klimaschutzgesetze. Und Desinformationen verringern die Bereitschaft von Menschen zu einem klimabewussteren Konsumverhalten.

Wie funktionieren solche Desinformationskampagnen, und was kann man dagegen tun?
Wie verstärken die neuen Medien die Wirkung von Desinformationen?
In welchen anderen Themenbereichen tritt häufig Desinformation auf?
Wer hat Interesse an solchen Kampagnen?

Ilona Otto ist Professorin für Gesellschaftliche Auswirkungen des Klimawandels am Wegener Center für Klima und Globalen Wandel an der Universität Graz.

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ÖKOnomie – Wertschöpfung auf einem veränderten Planeten

Arno Sterniczky brachte viele Informationen und Fakten, die nicht übersehen werden dürfen, wenn man überlegen will, wie Wirtschaft zukünftig gestaltet werden soll bzw. muss.

Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Künstliche Intelligenz etc. verändern die Welt rasant und unumkehrbar. Wirtschaft wie bisher wird nicht mehr möglich sein.

Wie müssen wir Wirtschaft in der Mitte des 21. Jahrhunderts gestalten? Wird es eine Verwaltung des Mangels sein? Oder kann sie ein „gutes Leben für alle“ sicherstellen? Für alle – auch weltweit?

Aaron Sterniczky ist Professor an der Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Potsdam

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Mehr Info zum SOL Symposium 2026 auf der SOL-Homepage!

pm/pm

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