Zukunftschance Älter werdenAls Kinder werden wir ständig gefragt: „Was willst du einmal
werden?“ Vermutlich ist aus den Wenigsten von uns das geworden, was wir
damals geantwortet haben. Dem Erwachsenen stellt sich diese Frage erneut.
Dann geht es noch einmal darum, die Weichen für einen Lebensabschnitt zu
stellen, für den Zeitraum, den wir mit „Alter“ bezeichnen und der eine
Zukunft von einigen Jahrzehnten darstellt. Sein Alter als Zukunft zu
begreifen mit allem, was dazu gehört mit Plänen, Entscheidungsmöglichkeiten,
Grenzen, Zielen, war das Anliegen der beiden Veranstaltungen. Es gehört zum
Menschen, selbstbestimmt und auf Zukunft ausgerichtet zu sein. Die
Herausforderung für heute heißt daher, in einer Gesellschaft zu
leben, die dem Alter keine Zukunft zugesteht.
Was gehört zur Lebenskunst?
von links: Mag. Peter Maurer, Bildungshaus St. Bernhard, Renate Skarbal, LIMA-Kath. Bildungswerk, Prof. Dr. Urs Kalbermatten, Schweiz, Diakon Mag. Karl Langer und Mag. Hans Sauter, Seniorenpastoral ED Wien
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Dies mag überraschend klingen, doch beobachten wir einmal genau die
Erwartungen, die gesellschaftlich an ältere Menschen gerichtet sind - und
auch unsere eigenen. Aus dieser Aufforderung ergaben sich Fragestellungen
für lebhafte Gespräche in kleinen Gruppen. Was gehört zur Lebenskunst?
Wo sind Phantasie und Kreativität besonders gefragt? Was bedeutet
fortzuschreiten? Sich nicht aufgeben, sondern sich mit Dingen zu
beschäftigen, die man nicht so gut kann um sich darin weiter zu entwickeln;
Auswählen und konsequent die getroffene Auswahl an Vorhaben und Zielen
verfolgen; Zäsuren akzeptieren und an ihnen arbeiten – daraus wächst
Zukunftsorientierung. Wer immer mit Vergangenheit und Schicksal hadert, wer
nichts abschließen kann, dem gelingt auch nichts Neues. Das Christentum ist
eine Religion, die - bei aller Wertschätzung des Vergangenen - auf Zukunft
ausgerichtet ist. Hier gilt es, in Vergessenheit Geratenes wieder zu
entdecken und zu versuchen es unter dem Blickwinkel „Lebenskunst“ neu
zu sehen. Die Bibel ist voll von Zukunftsvisionen. Der Schöpfungsauftrag
umfasst durchaus auch den Auftrag, uns weiter zu entwickeln. Die Beichte ist
die Möglichkeit, mit etwas abzuschließen und Neues in den Blick zu nehmen.
Die Hoffnung auf Vollendung bewahrt davor zu resignieren. Für Bildungsarbeit
und Pastoral ergeben sich hier lohnende Aufgaben und für den Einzelnen viele
Themen zum eigenen Weiterdenken.
Erfahrungen mit dem Älter werden zum Vergrößern auf die Bilder klicken!
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Mit einem beeindruckenden Podiumsgespräch, bei dem die Präsidentin der Kath.
Aktion, Dr. Christa Buzzi, die Herausgeberin der „Welt der Frau“, Ingrid
Klein, Hochschulprofessor Dr. Kornelius Fleischmann und der
Erziehungswissenschaftler Dr. Kurt Finger über ihre Erfahrungen zu
einem gelingenden Altern sprachen, klang der Seminartag
aus.
Am Bild von links nach rechts: Dr. Kurt Finger, Ingrid Klein, Mag. Peter
Maurer, Dr. Christa Buzzi und Prof. Dr. Kornelius Fleischmann
(Sauter/Maurer)
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