Grundlage sind verbindliche Beziehungen
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„Ich glaube, wenn Kirche Zukunft haben will, braucht es verbindlich gelebtes Christsein mit anderen. Biblisch gesprochen: Gemeinden.“, sagte Gerald Gump, Pfarrer im Seelsorgeraum Schwechat und Vorstandsmitglied der Pfarrer-Initiative, in seinem Statement am 31. Jänner 2012. Grundlage für alle Versuche, heute glaubwürdig Kirche zu leben, seien „verbindlich gelebte Beziehungen“, ein Kern von Menschen, die die Gemeinde tragen. Diesen Gedanken entfaltete er an Hand der gelebten Praxis in Pfarre Schwechat weiter aus. In Anlehnung an Ps 127 meinte Gump: „Gott baut die Kirche. Alles, was nicht von Gott ist in dieser Kirche, kommt laufend in die Krise. Das merken wir gerade besonders scharf, weil längst überlebtes Tragendes ganz einfach heute nicht mehr gilt und hält.“ Dazu würden u.a. die Zulassungsbedingungen zum Weihpriesteramt gehören. Der Referent glaubt, dass „Gott vielfältiger ruft als die augenblickliche Zulassungsbedingungen es zulassen.“ Die Realität, die Gott der Kirche schenkt, sei oft viel weiter als das Recht bisher einzufangen vermag.
Strukturveränderung und Glaubensvertiefung müssen verzahnt sein Veronika Prüller-Jagenteufel
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„Die Strukturveränderung hat nur Sinn, wenn sie der Lebendigkeit dient. Und die Lebendigkeit, die Glaubensvertiefung, ist das, was die Strukturen inspiriert. Das muss ineinander gehen wie ein Reißverschluss“ sagte Pastoralamtsleiterin Veronika Prüller-Jagenteufel in ihrem Impulsreferat am 2. Februar 2012. Die große Herausforderung sei mit „dem Zuviel an Bauten und Strukturen“ so um zugehen, dass sich „die Pfarrstrukturen so verändern können, dass viele Gemeinden vor Ort leben können auch wenn es nicht mehr in jeder Gemeinde einen Priester gibt.“ Angesprochen auf die Anliegen der Pfarrer-Initiative meinte sie, dass es kein Widerspruch sei wenn es einerseits Bemühungen gäbe den anstehenden Veränderungsprozess der Diözese innerhalb der „vorgegebenen kirchlichen Rahmenbedingungen“ zu unterstützen und andererseits diesen Rahmen zu verändern. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass Forderungen, wie z.B. die Änderung der Zulassungsbedingungen zum Weihepriestertum, in den nächsten Jahrzehnten auf weltkirchlicher Ebene aufgegriffen und umgesetzt werden. Es wird aber „noch mehr Aufgaben für die Laien geben, vor allem auf der Ebene der Gemeindeleitung und kirchlichen Verwaltung“, für Männer und Frauen. Diesbezüglich stellte die Referentin die Prognosen des amerikanischen Autors John Allen (Das neue Gesicht der Kirche. Die Zukunft des Katholizismus) und angelehnt an Michael Frost und Alan Hirsch (Die Zukunft gestalten: Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21. Jahrhunderts) Ideen, wie die Kirche in der heutigen Zeit auf ganz neue Weise auf die Menschen zugehen könnte, vor.
Die nächsten Impuslgespräche:
Donnerstag, 8. März 2012 | 19 Uhr - Sr. Katharina Deifel - Info & Anmeldung
Donnerstag, 23. März 2012 | 19 Uhr - Bischofsvikar Rupert Stadler - Info & Anmeldung
Hier können Sie die Mitschnitte der bereits stattgefundenen Impulsgespräche Nachören!
(Peter Maurer)
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